Love/Romancescamming
Love/Romancescamming (Heiratsschwindel)
Die Schwindler geben sich als attraktive Männer oder Frauen jüngeren Alters aus und erwecken durch das Übersenden von Bildern und Videos in hübscher Aufmachung – mit leichter oder autoritärer Kleidung – bei Ihren Opfern den Eindruck, es handle sich um eine tatsächlich existente Person. Weit gefehlt, die Person auf dem Bildmaterial ist definitiv nicht diejenige, die mit Ihnen textet. Das Foto ist gestohlen. Daher kommt es auch nie zu einem persönlichen Treffen oder einem Videochat. Um eine Vertrauensbasis zu schaffen, überhäufen Scammeri ihre Opfer bereits früh und über einen langen Zeitraum hinweg mit Komplimenten und überschwänglichen Liebesbekundungen. Nicht selten dauern solche Phasen mehrere Wochen oder Monate an, bis schließlich die ersten finanziellen Notlagen vorgetäuscht und Bitten um Überweisungen von Geldbeträgen folgen. Die weiblichen Scammer sitzen meist in Osteuropa oder Russland, die männlichen Scammer meist in West-Afrika. Die Geldüberweisung soll meist auch dorthin gehen mit Transferunternehmen wie Western Union oder Monygram, da hier die Zahlung nicht zurückverfolgt werden kann.
Romance bzw. Love-Scammer sind überall dort zu finden, wo eine Kontaktaufnahme sehr einfach ist. Das kann eine Dating- oder Partnerbörse sein. Das können Soziale Medien wie Facebook oder Instagram sein, aber auch verschiedene Nachrichten-Tools, Messenger oder Chat-Plattform.
Erkennen der Scammer
- Das Profil wurde erst kürzlich erstellt. Auch die Freunde (wenn es überhaupt welche gibt) kommen häufig aus unterschiedlichen Ländern bzw. sind im Zweifelsfall sogar nur des gleichen Geschlechts.
- auf den Profilseiten (zBsp Facebook) ist wenig interaktion mit anderen Usern
- wenig Schnappschüsse und zusammen mit anderen Menschen
- Keine Bilder die Rückschlüsse auf die Herkunft des Bildes erlauben
- häufig wird die Kommunikation auf andere Kanäle wie Mail, hangout oder Whatsapp verlagert, da die Profile oft gesperrt werden.
- Die Bilder auf dem Profil machen einen in der Regel skeptisch, denn Sie sind meist sehr gestellt und überaus attraktiv. Weibliche Scammer laden gern Fotos von leicht bekleideten Frauen hoch, während männliche Scammer seriös und zugleich sehr maskulin wirkende Fotos von Männern nutzen.
- Die Scammer beherrschen meist nur Englisch – dies aber häufig fehlerlos. Oft wird aber ein Online-Übersetzer wie Google Translate benutzt der etwas holperig übersetzt
- Die Betrüger wissen, wie sie mit Worten umgehen müssen und wickeln ihre Opfer bereits nach kurzer Zeit mit Liebesbekundungen um den Finger und haben für jede argwöhnische Frage eine Antwort
- Die Täter wollen alles über ihre Opfer erfahren – egal ob Hobbys, Ex-Partner oder Kinder, alles scheint den Scammer zu interessieren wollen aber selber wenig beantworten.
- Die Bilder sind gestohlen und selbst eine Skypesession kann gefakted werden. Häufig wird das aber wegen nicht funktionierender Webcam oder schlechter Internetverbindung abgelehnt.
- Sie haben immer Zeit und antworten prompt.
- Legen Sie bei einer Internet-Bekanntschaft ein gesundes Maß an Misstrauen an den Tag.
- Hellhörig sollten Sie werden, wenn die Partnerin plötzlich von Geldnot redet und sie anschließend um Geld anbettelt.
- Auch ein eingescannter Ausweis ist keine Beweis für eine real existierende Identität. Er kann gestohlen sein oder die Angaben wurden verfälscht.
- Suchen Sie im Internet nach dem angeblichen Namen Ihrer Bekanntschaft in Verbindung mit dem Begriff „Scam“ oder „Betrug“. Die Suchmaschinen können in vielen Fällen einen Verdacht bestätigen.
- Die angeblichen Bilder der Scammer können Sie in Bildsuchmaschinen im Internet eingeben. Sie können so prüfen, ob die Bilder noch auf anderen Seiten genutzt werden.
- Adressen von Wohn- oder Arbeitsort können Sie zum Beispiel auf Google Maps suchen, um herauszufinden, ob sich an dieser Adresse auch ein Büro oder eine Wohnung befindet.
Namen überprüfen: Suchen Sie auf Google nach dem Profilnamen. der Emailadresse oder auch nach dem Namen, der Ihnen genannt wurde.Achten Sie darauf, ob die Suchergebnisse mit dem übereinstimmen, was Ihnen Ihr Gegenüber erzählt hat, da Romance-Scammer oft die Identität einer anderen, existierenden Person klauen. Sie können die Namen auch gemeinsam mit den Begriffen „Scam“ oder „Scammer“ suchen – manche BetrügerInnen sind bereits bekannt und Ihre Namen im Internet zu finden. sie können auch den ganzen "LiebesText" ganz oder teilweise googlen. Meist ist er irgendwo schon genau so aufgetaucht. Die Scammer kennen natürlich auch copy n paste.
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Übersenden sie keine Ausweisdokumente als Scan oder Foto. Geben sie nicht ihre Kreditkarten/Bankverbindung preis!
Nehmen sie keine Ware/Sendungen an und leiten sie kein Geld über ihr Konto weiter!
Schicken Sie nie einem Unbekannten Nacktfotos, mit denen er Sie später erpressen könnte (Sextortion)!
Schicken Sie ihm keine Nummern von iTunes Karten/folgen sie keinen "Investment" Empfehlungen !
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Zielgruppe Männer
- die Dame ist meist sehr jung (30+), sie stört aber kein noch so großer Altersunterschied
- es wurde in der Vergangenheit enttäuscht
- Das angegebene Alter und Aussehen passen oft nicht zusammen. Selfies oft mit Kuussmündchen
- Fotos zeigen viel Haut, dennoch wird nur von Liebe und Zusammensein gesprochen
- Egal wie jung die Dame ist, sie will stets häuslich und solide sein
- Arbeitet oft im sozialen Bereich (Krankenschwester, Ärztin Lehrerin), oder ist ist selbstständig.
- Meist gemischte Herkunft (zbsp englisch/amerikanisch)
- Beliebte Berufe: Krankenschwester, Lehrerin, Designer, selbstständig, Waisenhaus Betreiber
Zielgruppe Frauen
- Er ist oft 50+ und verwitwet, häufig alleinerziehend, Kinder im Internat
- Stammt oft aus den USA oder einem anderen "seriösen" Land wie Schweden, UK
- Profilbilder zeigen ihn bei der Arbeit, in Uniform, oft mit einem niedlichen Tier (oft Hund oder Vogel)
- Er ist regelmäßig Soldat, Arzt der US-Army (meist in Afghanistan oder Syrien stationiert, oder auf Friedensmission) oder Ingenieur auf einer Bohrinsel
- Spricht auffallend schnell von Liebe, gemeinsamer Zukunft und Ehe
- Sein Beruf ist immer ungewöhnlich: Ingenieur, Pilot, Militar, Architekt, Bauunternehmer, selbstständig, „Regierungsarbeit“
- Seriös wirkende Männer, gerne in Anzug oder Uniform.
- Männer mit Kindern.
- Männer auf Schiffen/Baustellen/neben Armeehubschraubern und Panzern.
- Auffallend viele Bartträger bei den Bildern
- Geld für Schulden
- Geld für Ticket,Visa, Bestechungsgelder und Sicherheiten, Krankenversicherung
- Geld für Krankenhausbehandlung nach Unfall
- Gesperrte Kreditkarten, Konto
- Überfall, Krankenhausbehandlung
- Geldnot zur/wegen Miete/Nahrungsmittelkauf
- Geplatztes Geschäft, Bestechungsgelder müssen gezahlt werden
- Nachfrage nach Geburtstagsgeschenken, meist Handys
- Geldunterstützung bei Behandlungen von todkranken Verwandten
- Gefährlich sind auch Überweisungen an angebliche Bitcoin Broker. Die Webseiten/Konten sind Fake
- Geldforderung wegen Gebühren/Kosten bei Erbschaftsfall
Was soll man machen wenn man einem Scammer aufgeessen ist
- Man kann die Kommunikation bbrechen und den Scammer blockieren.
- auf keinen Fall sagen welche Fehler der Scammer gemacht hat, damit er nicht dazu lernt und besser wird.
- Man kann ihn beschäftigen, dh Kontonr, Tel. Nr., Perso-kopie oder diverse Geldwäschebescheinigungen (bei Geldforderungen) verlangen. In der diversen Foren können auch gefakte WU und Kontoüberweisungen erstellt werden. Meldebescheinigungen, Notarbeglaubigungen, gesperrte Konten oder Flugtiscket Buchungsbescheinigunen sind auch immer ganz hilfreich. Viel fragen und Informationen einfordern. Am besten alles von einer neuen Email/ Skype Adresse.
- VK (Skype) Session einfordern. TelNr und Adresse anfragen.
- Daten, Chatverläufe und Informationen sichern und Anzeige erstatten.
- Vorlügen man wäre reich (Erbschaft, Unternehmen)
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